Aufmaß vor Montage

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In der Regel spricht man über Aufmaß von Fenstern. Es ist aber als eine umgangssprachliche und konventionelle Äußerung zu betrachten, die mit der tatsächlichen Aufgabe des Verkäufers auf der Baustelle nur wenig gemeinsam hat. Warum ist Aufmaß vor Montage wichtig?
Im Grunde genommen handelt es sich nicht nur um die Abmessung der Rohbauöffnungen, an die die Maße der Fensterelemente angepasst werden.
Um ein Fenster in die Maueröffnung einbauen zu können, sind folgende Schritte vorzunehmen:
korrekte Durchführung der Messungen
Prüfung der Laibungen – in Bezug auf die Vorbereitung auf die Montage
Bestimmung der Höhenmarken, d.h. der Punkte der Bauhöhen.

Ohne Rücksicht darauf, ob die Breite oder die Höhe der Öffnung gemessen wird, sollen die Messungen an 3 Stellen durchgeführt werden. Die Breite wird unten geprüft, etwa auf der Ebene der künftigen Blendrahmenunterkante, auf halber Höhe, und oben – unter der Linie des Sturzes (Abb. 1). Was die Höhe der Öffnung angeht, wird sie auf der linken und rechten Kante, sowie auf halber Breite geprüft (Abb. 2).

Abb. 1

Abb. 1

Abb. 2

Abb. 2

Wenn alle 3 von den ermittelten Maßen der Flächen gleich sind, sind noch die voraussichtliche Montageluft zwischen dem Fenster und dem Mauerwerk, sowie die Endmaße des Fensters abzustimmen. Die Montageluft soll man nicht vergessen, weil sie eine freie Bewegung der Fensterkonstruktion unter dem Einfluss von den darauf wirkenden Temperaturen ermöglicht. Wichtig dabei ist es, die Montageluft nicht beliebig zu bestimmen – sie steht in einem Zusammenhang mit dem Fenstermaterial und der Art des wärmedämmenden Materials, sowie vorgesehener Art der Abdichtung.

Lassen wir uns aber zum Hauptthema zurückkehren.

Es kann sich nämlich erweisen, dass die drei ermittelten Maße nicht gleich sind. Was tut man dann? Es ist zu überprüfen, ob die Abweichungen innerhalb der zulässigen Grenzen liegen. Die Grenzabweichungen werden im durch RAL Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V erarbeiteten Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren definiert. Diese Arbeitshilfe wird oft als Montagebibel bezeichnet. Vorschriften für die zulässigen Maßabweichungen stellen wir in der Tabelle 1 dar. Es ist bemerkenswert, dass eine fertige Öffnung etwas Anderes ist als eine Rohbauöffnung. Im ersten Fall sind die Fugen in Ziegeln, im Klinker, usw. einfach unsichtbar.

Tabelle 1. Grenzabweichungen für Maße

Zulässige Grenzabweichungen in [mm] für Fensteröffnungen bei Nennmaßen in [m]

bis 1 m

über 1 m bis 3 m

über 3 m bis 6 m

Wandöffnungen im nicht fertigen Zustand

± 10

± 12

± 16

Wandöffnungen im fertigen Zustand

± 8

± 10

± 12

 

Ein weiteres wichtiges Element ist die Überprüfung der Geradlinigkeit und Rechteckigkeit der Laibung. Zweifelsohne sind dafür gerade und glatte Wände günstig. Um sich zu überzeugen, ob die Maurerarbeiten im Bereich der Laibungen richtig ausgeführt wurden, sind die Breite (Abb.1) und die Höhe (Abb. 2) dreimal zu messen. Und wieder. Falls die ermittelten Maße an jeder Stelle gleich sind oder die Toleranzen nicht überschritten wurden, kann man annehmen, dass die Fensteröffnung den Anforderungen entspricht. Falls es Unterschiede zwischen Maßen einer der Flächen gibt, ist die Geradlinigkeit noch mal mit einer entsprechend langen Wasserwaage zu prüfen (Abb. 3). Die Geradlinigkeit kann man noch anders prüfen, indem man die Diagonalen der Fensteröffnung berechnet – aufgrund der früheren Ergebnisse (Abb. 4).

Abb. 3

Abb. 3

Abb. 4

Abb. 4

Die Länge der Diagonalen lässt sich einfach mit dem Satz des Pythagoras ausrechnen:

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Im Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage sind auch die Grenzwerte für die Diagonalen der Fensteröffnungen zu finden. Sie wurden in der Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 2. Grenzwerte für Winkelabweichungen

Stichmaße als Grenzwerte in [mm] für Fensteröffnungen bei Nennmaßen in [m]

bis 0,5 m

über 0,5 m bis 1 m

über 1 m bis 3 m

über 3 m bis 6 m

Vertikale, horizontale und geneigte Flächen

± 3

± 6

± 8

± 12

 

Die letzte Aufgabe beim Aufmaß vor Montage besteht darin, die Punkte der Bauhöhen, die auch Höhenmarken genannt werden, an die Wände des Gebäudes einzutragen. Dieser Begriff wurde aus der Geodäsie entliehen, wo er der Augangspunkt für weitere Vermessungen auf der Baustelle ist. Für die Montage der Fenster und Türen sind 2 Punkte von besonderer Bedeutung: Oberkante des Fertigfußbodens, die auf den Abbildungen mit der Abkürzung „OK FF“ bezeichnet wird und der Meterriss, der genau ein Meter über dem fertigen Fußboden markiert wird. Eine Höhenmarke ist auch, selbstverständlich, die Brüstungshöhe, was den Abbildungen auch zu entnehmen ist. Diese 3 Punkte sind auf der Baustelle noch vor dem Aufmaß anzubringen, aber unbedingt vor Montagebeginn. Durch die Anbringung dieser Punkte neben den Fenstern wird nicht nur ein genaues Aufmaß z.B. der Höhe von Balkontüren, sondern auch die Bestimmung der Höhenunterschiede zwischen einzelnen Öffnungen möglich.
Dadurch wird z.B. verhindert, dass ein geliefertes Fenster in die Öffnung nicht passt, weil es zu klein ist, oder die Abstände zwischen dem Fenster und dem Mauerwerk zu groß sind.

Der obige Artikel wurde aus dem Polnischen übersetzt (vgl. Forum Montażowe, S. 10-11).

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